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Gärtnerei/Baumschule Praskac Tulln

Nützen Sie den Frühherbst als beste Pflanzzeit

Machen Sie es wie erfahrene Gärtner und nützen Sie den Frühherbst als ideale Pflanzzeit für ausdauernde Gartenpflanzen wie Stauden und Gehölze.

Wenn die Blüte der Herbstzeitlose in Ihrer Region den „Altweibersommer“ eingeleitet hat, beginnt die phänologische Jahreszeit Frühherbst.
Zarte Nebelfelder bringen in den frühen Morgenstunden fast täglich Niederschläge und so drohen zum jetzigen Zeitpunkt weder Sommerdürre noch Fröste – Stauden und Gehölze, die jetzt in den Baumschulen als Ballen- oder Containerware angeboten werden, nützen die noch warmen Temperaturen, um am neuen Standort ihre Wurzeln auszubreiten. Auch für wurzelnackte Pflanzen gilt der Herbst als beste Pflanzzeit.

Nützen Sie den idealen Zeitpunkt, um Bewährtes oder Raritäten in Ihr grünes Reich zu holen, in den heimischen Fachbetrieben werden Sie von Gartenprofis kompetent beraten. Vor allem in Gebieten mit milden Wintern und trockenen Sommern sorgen winterliche Niederschläge nach der Herbstpflanzung für gutes Wurzelwachstum. Auch Gehölze, die nicht gegen Winternässe empfindlich sind, können im Herbst gepflanzt werden.

 

Qualitätspflanzen erkennen Sie an ...

  • sauberen und unbeschädigten Wurzeln, die sich an die Innenwand des Containers angelegt haben. Wurzeln, die aus den Abzugslöchern ragen, sind ein Zeichen dafür, dass der Ballen gut durchwurzelt ist und die Pflanze sich danach sehnt, sich an einem neuen Standort auszubreiten.
  • einem festen Wurzelballen. Zur Kontrolle ziehen Sie die Pflanze etwas aus dem Top heraus oder öffnen das Ballentuch. Das Wurzelwerk muss die Erde so festhalten, dass nur wenig oder am besten nichts abbröckelt.

 

GEHÖLZE: Pflanzanleitung Schritt für Schritt

  • Heben Sie das Pflanzloch aus, das mindestens doppelt, bei verdichteten Böden dreifach so groß wie der Wurzelballen ist.

  • Verbessern Sie die ausgehobene Erde mit einem Drittel reifem Kompost.

  • Schlagen Sie für Bäume mindestens zwei Befestigungspfähle rechts und links vom Pflanzloch in das feste Erdreich.

  • CONTAINERPFLANZEN:Nehmen Sie den Wurzelballen aus dem Container und stechen sie ihn im unteren Drittel mehrmals mit dem Spaten ein, wie auf den Bildern zu sehen. Dadurch werden die Wurzeln angeregt, sich in das umgebende Erdreich auszubreiten.

  • BALLENPFLANZEN: Bei Pflanzen mit Erdballen wird zwar die Verknotung des Jute-Balliergewebes gelöst, das Ballentuch jedoch nicht entfernt.

  • WURZELNACKTE PFLANZEN werden vor dem Pflanzen 1–2 Stunden eingewässert. Bei wurzelnackten Pflanzen wie Heckengehölze, Sträucher und Beerenobst werden die Wurzeln und Triebe etwas eingekürzt, um die Triebmenge an das verringerte Wurzelvolumen anzupassen.

  • Setzen Sie das Gehölz gerade und auf festem Untergrund in das Pflanzloch. Vorsicht: Pflanzen Sie den Baum nicht zu tief ein. Die Oberfläche des Ballens sollte etwas aus dem Pflanzloch herausschauen.

  • Füllen Sie das Pflanzloch mit dem Erd-Kompostgemisch auf. Treten Sie die Erde leicht an, um Hohlräume zu füllen und den Wurzeln eine gute Bindung zum Boden zu bieten.

  • Häufen Sie einen kleinen Erdwall ringförmig um den Stamm an, um die Bewässerung direkt im Bereich des Wurzelballens zu erleichtern.

  • Bedecken Sie die Pflanzstelle mit einer 5–10 cm dicken Mulchschicht, lassen Sie aber den Wurzelhals des Baumes frei. Der Mulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und hindert Beikräuter daran, sich anzusiedeln.

  • Denken Sie daran, immergrüne Gehölze auch im Winter zu bewässern, um Frosttrocknis zu verhindern.

 

Foto: AMAinfo.at/Baumschule Praskac

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