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Gärtnerei/Baumschule Praskac Tulln

Gründüngung hält den Boden fit

Die Natur zeigt den Weg: Hier ist der Boden nie frei von Bewuchs, sondern schützt sich so rasch wie möglich mit einer Pflanzendecke. Mit einer Gründüngung wenden wir das gleiche Prinzip im Garten an. Gleichzeitig verbessern Gründüngungspflanzen den Boden auf vollkommen natürliche Weise.

Win-win für alle

Auch im Hausgarten kann man darauf achten, möglichst wenige „nackte“ Böden zu haben. Vor, nach oder zwischen der Ernte im Gemüsegarten, aber auch in Staudenbeeten und auf Flächen mit Wechselbepflanzung ist Gründüngung eine sinnvolle Maßnahme, damit sich der Boden regenerieren kann. Die Wurzeln lockern das Erdreich auf und können sogar Verdichtungen beseitigen. Durch die Bedeckung wird der Boden bei Niederschlägen nicht verschlämmt und bei Hitze vor dem Austrocknen geschützt, das Bodenleben wird gefördert und die krümelige Struktur bleibt erhalten.Schmetterlingsblütler wie Bohnen, Lupinen und Klee sind in der Lage, mit Hilfe von Bakterien Stickstoff aus der Luft zu binden und damit den Boden zu düngen. Viele Gründüngungspflanzen sind zudem gute Bienenweiden und bieten ein wichtiges Nahrungsangebot für Insekten.

 

Mit Gründüngung durchs Gartenjahr

Im Frühling, sobald der Boden schneefrei ist, kann man die nicht kälteempfindlichen Arten wie Ackerbohne oder Spinat säen. Nach den Eisheiligen werden sie entweder geerntet oder in den Boden eingearbeitet und wärmeliebende Gemüse wie Tomaten, Zucchini und Kürbisse nehmen ihren Platz ein. Sonnenblumen können verdichtete Böden mit ihren langen starken Wurzeln tiefgründig lockern und bieten später im Herbst den Vögeln einen willkommenen Imbiss im Garten. Nach der Gemüseernte sät man Phacelia, Winterwicke und Gelbsenf aus – diese Pflanzen schützen den Boden den Winter über wie eine Decke und werden im Frühjahr oberflächlich eingearbeitet.