Es weihnachtet sehr!

Wenn die Tage kürzer werden und draußen Nebel, Eis und Schnee warten, machen wir es uns drinnen gemütlich. Edle Blumen und immergrüne Zweige sorgen für stimmungsvolle Dekoration.

Blütenzauber…

Rot, Grün und Weiß, die klassischen Farben des Weihnachtssterns, sind auch die christlichen Symbolfarben der Weihnachtszeit. Alexander von Humboldt war es, der die Pflanze Anfang des 19. Jahrhunderts nach Europa brachte. Hier wurde sie bald ein fester Bestandteil der Weihnachtstradition. Rittersterne oder Amaryllis, die aus großen Zwiebeln prächtige weiße, rote und rosafarbene Blüten auf langen Stielen treiben, kamen schon im 18. Jahrhundert nach Europa und hier in Mode. Man zog die eleganten Blütenschäfte zwischen den Doppelfenstern des Hauses und auch heute noch gehört das Ritual der Amaryllis-Treiberei für viele zum Fest unbedingt dazu. Der Name Christrose geht der Legende nach auf einen Hirten zurück, der kein Geschenk für das Jesuskind hatte und daher bitterlich weinen musste. Seine Tränen fielen zur Erde und verwandelten sich in weiße Blüten so schön wie Rosen. Von Ende November bis März sind Christrosen blühend im Handel erhältlich. Später im Frühling können die mehrjährigen Pflanzen in den Garten gepflanzt werden.

 

…und Glücksbringer

Stechpalmen haben eine lange Tradition, schon im Mittelalter soll man sich die immergrünen Zweige als Zeichen des ewigen Lebens ins Haus geholt haben. In England ist die Verehrung des Gehölzes mit den glänzend grünen Blättern und den roten Beeren besonders groß – der Englische Name „Holly“ leitet sich von „holy“ für „heilig“ ab. Mistelzweige wiederum wurden an die Haustüren gehängt, um Haus und Hof vor Schaden zu bewahren. Und ebenso aus England stammt der schöne Brauch, dass es nicht nur in der Liebe Glück bringen soll, unter dem Mistelzweig geküsst zu werden.