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Kräuter für Genießer

Erst die Aromen edler Kräuter verleihen unseren Gerichten den Zauber ihrer Herkunftsländer. Was wären mediterrane Köstlichkeiten ohne Basilikum, Oregano und Rosmarin, Lachs ohne Dill oder heimisches Brot ohne die typische Gewürzmischung aus Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander?

 

Holen Sie sich jetzt mit Kräutern den Duft ferner Länder ins Haus und frisches Grün auf die Fensterbank. Der Gärtner hat zum Verfeinern Ihrer Lieblingsgerichte die passenden Kräuter in Bio-Qualität für Sie zur Auswahl. Gestalten Sie sich Ihren persönlichen Aromagarten am Küchenfenster. Mit selbst geernteten Gewürzen macht das Kochen gleich nochmal so viel Spaß.

 


BASILIKUM

Der Klassiker unter den italienischen Kräutern verleiht jeder mediterranen Speise eine unverkennbare Note. Schon seit über 3000 Jahren verwenden die Menschen verschiedener Kulturen dieses beliebte Gewürzkraut – vielleicht verdankt es diesem Umstand auch den deutschen Namen „Königskraut“.

 

Die großblättrige Sorte ‘Genoveser’ der Art Ocimum basilicum wird wohl am häufigsten angebaut. Wer kleinblättriges Basilikum mit kompaktem Wuchs bevorzugt, findet mit ‘Fine Verde Grüner Zwerg’, was er sucht. Auch rotblättrige Varianten wie ‘Chianti’ werden angeboten. Die erwähnten Sorten werden meist einjährig kultiviert. Zitronen-Basilikum (Ocimum americanum) bietet zusätzlich zum typischen Duft von Baslikum das frische Aroma reifer Zitronen.

 

Afrikanisches Strauchbasilikum (Ocimum ×africanum) ist mehrjährig, hat dunkle grün-violette Blätter und wird manchmal auch als Stämmchen angeboten. Die langen Blütenstände mit kleinen zart-lila Blüten ziehen Bienen geradewegs magisch an. Die Pflanze kann bei 10–15 °C hell überwintert werden. 

 

Das attraktive Limonen-Basilikum Ocimum ×citriodorum ‘Pesto Perpetuo’war die erste weißbunte Sorte. Sie überzeugt zudem mit einer zarten Limonen-Note. Wie das Strauchbasilikum ist diese Art mehrjährig, allerdings nur für warme und geschützte Standorte geeignet. 

 

Der optimale Standort für alle Basilikum-Arten ist warm, sonnig und vor Zugluft geschützt. An diesen Plätzen werden die intensivsten Aromastoffe aufgebaut. Das Substrat für die Starkzeherer soll nährstoffhaltig sein. 

 

 


SCHNITTLAUCH

Zusätzlich zu seinen überzeugenden geschmacklich-aromatischen Eigenschaften als Gewürzkraut schätzen wir Schnittlauch (Allium schoenoprasum) für seinen reichen Gehalt an Vitamin-C und als guten Eisen-Lieferanten. Die oberirdischen Teile werden frisch oder getrocknet verwendet. Fällt im Sommer zu viel Schnittlauch an, können die Blätter fein geschnitte und tiefgefroren werden. Auch die kugeligen lila Blütenstände sind essbar – verwenden Sie sie beispielsweise zum Garnieren von Salaten. Übrigens freuen sich auch Bienen und Hummeln über blühenden Schnittlauch im (Hoch-)Beet oder auf dem Balkon. Schnittlauch ist eine ausdauernde Pflanze mit einer kleinen Zwiebel. Da er also ein unterirdisches Speicherorgan besitzt, reagiert er negativ auf Staunässe – achten Sie darauf und lassen Sie in den Übertöpfen nie Wasser stehen. Wie fast alle Kräuter freut sich Schnittlauch über einen sonnigen Platz. Der optimale Boden ist locker, nährstoffreich und feucht.  

 

 


PETERSILIE

Petersilie (Petroselinum crispum) ist an Einsatzmöglichkeiten kaum zu überbieten. Das beliebte Küchenkraut enthält die Vitamine A und C, außerdem Eisen und ätherische Öle und wertvolle Mineralstoffe. Neben den Blättern der Glatten (Petroselinum crispum var. neapolitanum) und der Krausen Petersilie (Petroselinum crispum var. crispum), die als vielseitiges Gewürz dienen, wird die Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum var.tuberosum)als Gemüse verwendet. 

 

Wählen Sie einen (ab-)sonnigen oder halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, leicht feuchtem aber gut durchlässigem Boden. Optimal ist ein leichter Kalkgehalt, deshalb wird im Handel erhältliche Kräutererde für die Kultur von Petersilie von Gärtnerprofis oft nachträglich aufgekalkt. 


 

ROSMARIN

In Mittelmeerländern finden wir Rosmarin (Rosmarinum officinalis) – häufig verwildert – als bis zu zwei Meter hohe, immergrüne Sträucher. Die schmal-länglichen Blätter sind ledrig, an der Unterseite behaart und nach unten leicht eingerollt. Dadurch schützen sich die Pflanzen an trocken-heißen, mediterranen Standorten vor dem Austrocknen. Als hartlaubige Pflanze ist Rosmarin ein typischer Bewohner der „Macchien“ genannten, mediterranen Pflanzenformation. Vor seiner erfolgreichen Einführung als Gewürzkraut war Rosmarin schon Jahrhunderte lang als Heilpflanze in Verwendung. Heute verwendet jede Provence-Kräutermischung Rosmarin. Das Aroma des Gewürzes ist sehr intensiv.

 

Rosmarin bevorzugt sonnige, trockene Standorte auf kalkreichem Boden. Er kommt mit wenig Dünger aus. Es werden winterharte Sorten angeboten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kultiviert Rosmarin als Kübelpflanze und übersiedelt die Pflanzen ins Freiland, wenn die Frostgefahr vorbei ist.

 

 

© GartenAkademie.com
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