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Frühlingsblüher für die Bienenweide

Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen den Vorfrühling ankündigen, machen sich fleißige Wild- und Honigbienen auf die Futtersuche. Das Nahrungsangebot ist so früh im Jahr noch sehr gering. Jetzt sind alle Frühlingsblüher gefragt, die Nektar und Pollen liefern können.

Da viele der heimischen Frühlingsblüher unter strengem Naturschutz stehen, dürfen sie nicht von ihrem Naturstandort entfernt werden. Unsere spezialisierten Staudengärtnereien und Baumschulen bieten Ihnen ein sehr großes Sortiment an Frühlingsblühern, die sie in Ihrem Garten ansiedeln können. Zusätzlich zu den „normalen“ Arten, finden Sie dort auch Zuchtformen und Sorten, die sich durch besondere Vorzüge wie größere Blüten, stärkeren Duft oder längere Blütezeit auszeichnen. Die meisten Frühlingsboten sind widerstandsfähige Rhizom-, Knollen- oder Zwiebelpflanzen, die in den Folgejahren in Ihrem grünen Reich verwildern und dem Garten jedes Jahr ein neues Gesicht verleihen.

Frühlingsblüher sind allesamt Sonnenanbeter. Viele öffnen ihre zarten Blüten erst am späten Vormittag  und schließen sie einige Stunden später, wenn die Temperatur wieder sinkt. Auch Bienen sind im Vorfrühling bei gutem Wetter schon aktiv. Das trifft sich gut, denn steigt die Temperatur an sonnigen Tagen auf 10 bis 12 °C, so kann man die ersten Bestäuber beobachten, die  auf der Frühlingswiese emsig dem süßen Nektarduft folged von Blüte zu Blüte summen. Wer Frühlingsblüher in den Garten holt, leistet einen wichtigen Beitrag für den Bienenschutz.

 

Winterling in „Leuchtend Gelb“

Neben dem allgegenwärtigen Gänseblümchen zeigen Krokus und Winterling als erste ihre Blüten. Der duftende Winterling (Eranthis hyemalis) liebt einen frischfeuchten Standort unter Sträuchern und Laubbäumen, die jetzt noch das Sonnenlicht durchlassen, bevor sich in einigen Wochen das dichte Blätterdach über den Frühlingsboten schließt. Erst einmal im Garten angesiedelt, verwildert die Knollenpflanze rasch und begeistert jedes Frühjahr durch dichtere Blütenteppiche. Achten Sie im Sommer darauf, den Standort feuch zu halten, denn die Knollen dürfen nicht ganz austrocknen. Etwas größere Blüten präsentiert etwas später im Frühjahr der aus Kleinasien stammende Kilikien-Winterling Eranthis cilicica

 

Zart in Pastell: Krokus-Wildarten

Wer Krokusse in seinem Garten verwildern lassen möchte, sollte sich in der Staudengärtnerei für Wildformen wie den Frühlingskrokus (Crocus vernus) oder den Elfenkrokus (Crocus tommasinianus) entscheiden. Nur diese Arten vermehren sich in den Folgejahren durch Selbstaussaat. Der Ideale Standort für die Knollenpflanzen ist ein durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden in sonniger Lage. Reichern Sie feste Böden gegebenenfalls bei der Pflanzung mit Sand an, um den Naturstandort besser nachzuahmen. Übringens werden von den zart-pastellfarbenen Wildformen auch Sorten mit intensiv leuchtenden Frühlingsfarben angeboten. Säen sich diese Pflanzen selbt aus, finden sich in den Nachkommen wieder die ursprünglichen Arten.

 

Echtes Blau im Frühlingsrasen

Der Blaustern (Scilla) gehört zu den entzückendsten Frühblühern – nicht nur für uns Gartenfreunde, sondern auch für „frühlingsaktive“ Bienen. Er bietet uns nahezu Rotton-freies Blau, das in der Pflanzenwelt nur selten anzutreffen ist. Bestäuber freuen sich über das frühe Nektar- und Pollenangebot. Verwenden Sie die zierlichen Zwiebelblumen in Kombination mit Schneeglöckchen und wilden Krokussen in einem gar nicht „englischen“ Rasen, der auch attraktiven Blütenpflanzen Raum bietet. Wichtig ist ein durchlässiger, aber gern humoser Standort im Halbschatten, den ab April meist die Laubkronen von Bäumen und Sträucher bieten. Die Pflanze ist pflegeleicht und bildet auch ohne unser Zutun durch Brutzwiebeln bald einen dichten Blütenteppich. Wer in Trögen auf Balkon oder Terrasse Frühblüher ansiedeln möchte, ist mit den genügsamen Blaustern-Arten gut beraten.

 

Ein Adonis für den Garten

Das leuchtend gelb blühende Adonisröschen (Adonis vernalis) gehört zu den attraktivsten gelben Frühlingsboten. Die Art ist in Europa heimisch, leider aber stark gefährdet und steht unter Naturschutz. Wer die Pflanze in seinen Garten holen möchte, sollte etwas Erfahrung mitbringen – sie gilt als empfindlich und schwierig. Erfahrene Staudengärtner empfehlen Liebhabern aus diesem Grund oft, sich für asiatische Arten wie Adonis multiflora oder Adonis ramosa zu entscheiden. Auch sie stehen auf der Liste frühblühender Bienenweide-Pflanzen ganz oben, für Menschen sind alle Teile der Pflanze giftig. Der Standort des Sonnenanbeters soll möglichst warm sein, lockerer und sandiger Boden – wie auf Magerrasen anzutreffen –, wird bevorzugt.

 

 

© GartenAkademie.com
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