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Ein Baum zieht ein …

Das müssen Sie bei der Auswahl eines Baumes beachten

 

Bäume wachsen und erreichen oft ungeahnte Maße

Denken Sie 15–20 Jahre voraus – wieviel Platz wird die Krone dann benötigen? 
Oft werden Gehölze entweder zu dicht nebeneinander oder zu eng an Fassaden oder Grundstücksgrenzen gepflanzt. Geben Sie dem Baum lieber von vornherein mehr Raum. So hat er Platz, um seine individuelle Wuchsform zu entfalten, muss nicht mit den Nachbarn um Licht, Wasser und Nährstoffe kämpfen und ist nicht so anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall.

 

Auf gute Nachbarschaft 

Denken Sie bei der Pflanzung auch an ihre Nachbarn. Laut Nachbarschaftsrecht darf man Wurzeln und Äste, die über die Grundstücksgrenze reichen, zwar entfernen, dadurch allerdings das Leben des Baumes nicht gefährden. Am besten halten Sie, je nach Wuchsstärke der Gehölze, einen Abstand von mindestens 1,5 bis 2,5 m ein – zur Grundstücksgrenze, zu Gebäuden, Wegen, ober- und unerirdischen Versorgungsleitungen. Unterirdische Leitungssysteme können bei Neupflanzung durch Wurzelschutzplatten vom Wurzelbereich getrennt werden – diese Maßnahme schützt langfristig den Baum und sorgt darüf, dass die Leitungen auch in den Folgejahren problemlos zugänglich bleiben.

 

Kronen werfen Schatten

Je nach arttypischem Aufbau und Dichte der Krone bietet ein Baum entweder lichten oder satten Schatten – Laubbäume überwiegend im Sommer, die meisten Koniferen auch im Winter. Denken Sie daran, dass diese neuen Lichtverhältnisse auch die Umgebung in den kommenden Jahrzehnten stark beeinflusst. Sind Gartenbereiche, Fenster oder Balkone in der Nähe, die vor der Pflanzung noch sonnig sind, in den Folgejahren aber von einer Krone verdeckt werden, die dann nur wenig Licht durchlässt? 

 

Überlassen Sie die Erziehung des Baumes am besten den Profis

Pflanzschnitte, Rückschnitt, Auslichtungsschnitt, Erziehungsschnitt, Formschnitt – Gehölze fachgerecht zu schneiden ist eine Wissenschaft für sich. Jede Gehölzgruppe hat ihre speziellen Anforderungen und besonders beim Schnitt von Obstgehölzen sollte man genau wissen, was man tut. Überlassen Sie diese Pflegearbeit im Zweifelsfall dem Gärtner – so können Sie sich Jahrzehnte lang an Ihren Gehölzen erfreuen.

 

Richtige Auswahl und Pflanzung

Baumschulen bieten mehrmals verschulte Pflanzen mit dichtem Wurzelsystem – die beste Voraussetzung für einen guten Start in Ihrem Garten. Vertrauen Sie auf die Qualität und Beratung der Fachbetriebe Ihrer Region.
Möchten Sie eine geeignete Pflanzenauswahl treffen, müssen zunächst die Standortbedingungen genau analysieren. Dabei stehen besonders das Lichtangebot, die Temperatur sowie die Bodenfeuchtigkeit und  seine Beschaffenheit im Vordergrund. 

 

Verwenden Sie unsere Checkliste
und erörtern Sie die Ergebnisse mit einem Fachmann in einer nahegelegenen Baumschule. Die Gehölze dort sind schon von frühester Jugend mit den klimatischen Bedingungen der Region vertraut und haben dadurch in Ihrem Garten die besten Anwuchschancen.

  • Welche Licht- und Bodenverhältnisse liegen vor? (sonnig, halbschattig oder schattig; lichter Schatten – satter Schatten; Bodenart; Feuchtigkeit, Pflegeansprüche …)

  • Welche Abstände zu Gebäuden, zu ober- und unterirdisch verlegten Leitungen oder zur Straße sind vorhanden bzw. einzuhalten? 

  • Welche Abstände zu anderen Pflanzen sind zu wählen? 

  • Wie groß ist der Baum in 15–20 Jahren?

  • Darf der Baum eine dichte, ausladende Krone haben oder muss die Krone möglichst schmal, locker und lichtdurchlässig sein?

  • Soll es ein pflegeleichter Baum sein oder ist auch ein Gehölz geeignet, das regelmäßige Pflege- oder Formschnitte benötigt?

  • Ist der Standort bestimmt, muss im nächsten Schritt die Umgebung in die Planung einbezogen werden. Welche Gehölze gibt es bereits? 

  • Welche Wünsche haben Sie an die Wuchsform?

  • Soll der Baum auch durch Blüten und Früchte, die Herbstfärbung oder Rindenstruktur zieren?

  • Welche ästhetischen Ansprüche an Ihren Garten stellen Sie?

  • Soll die Wuchsform die Wirkung architektonischer Elemente verstärken oder einen spannungsreichen Kontrast dazu bilden?

  • Gibt es Lieblingsbäume?

 

Pflanzanleitung Schritt für Schritt

Containerpflanzen können das ganze Jahr über (außer in gefrorenen Boden oder bei extremen Hitzewellen) gepflanzt werden. Für Ballenpflanzen und wurzelnackte Gehölze gilt der Herbst als beste Pflanzzeit, eventuell auch noch das zeitige Frühjahr.

  • Heben Sie das Pflanzloch aus, das mindestens doppelt, bei verdichteten Böden dreifach so groß wie der Wurzelballen ist.

  • Verbessern Sie die ausgehobene Erde mit einem Drittel reifem Kompost.

  • Schlagen Sie mindestens zwei Befestigungspfähle rechts und links vom Pflanzloch in das feste Erdreich.

  • Setzen Sie den Baum gerade und auf festem Untergrund in das Pflanzloch. Vorsicht: Pflanzen Sie den Baum nicht zu tief ein. Die Oberfläche des Ballens sollte etwas aus dem Pflanzloch herausschauen. Bei wurzelnackten Pflanzen (Heckengehölze, Sträucher, Beerenobst) ohne Ballen werden die Wurzeln und Triebe etwas eingekürzt. Diese Gehölze müssen Sie und vor dem Pflanzen 1–2 Stunden einwässern. Bei Pflanzen mit Erdballen wird zwar die Verknotung des Jute-Balliergewebes gelöst, das Gewebe jedoch nicht entfernt.

  • Füllen Sie das Pflanzloch mit dem Erd-Kompostgemisch auf. Treten Sie die Erde leicht an, um Hohlräume zu füllen und den Wurzeln eine gute Bindung zum Boden zu bieten.

  • Häufen Sie einen kleinen Erdwall ringförmig um den Stamm an, um die Bewässerung direkt im Bereich des Wurzelballens zu erleichtern.

  • Bedecken Sie die Pflanzstelle mit einer 5–10 cm dicken Mulchschicht, lassen Sie aber den Wurzelhals des Baumes frei.

  • Bewässern Sie den Baum nach der Pflanzung gut und betreuen Sie ihn auch später regelmäßig, vor allem in trockenen Perioden.

 

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