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Echter Mehltau – was nun?

Er befällt Rosen, Gehölze, Gemüse und Zierpflanzen. Auch, wenn der Echte Mehltau unsere Pflanzen meist nicht zum Absterben bringt, so schwächt er sie doch und ist der Schönheit abträglich. Der Echte Mehltau wird auch „Schönwetter-Pilz“ genannt. Er kommt häufig vor und befällt eine Vielzahl von Pflanzen. Im deutschen Sprachraum kennen wir zwei „Mehltau”-Pilze, die leicht voneinander zu unterscheiden sind.

 

Echter Mehltau

  • Schönwetter-Pilz (auch in trockenen, heißen Sommern), Tau am Morgen oder kurzfristige Blattfeuchtigkeit reichen zur Ausbreitung
  • Myzel (Pilzfäden, das „Wurzel-System” des Pilzes) wächst AUF dem Blatt und lässt sich abwischen, eindeutiger „Pilz-Geruch“
  • Anfangs unregelmäßige gelbe Blattflecken
  • Weißer oder hellgrauer Sporenbelag auf der Blattoberseite und/oder auf Stängeln, Triebspitzen von Stauden, Gehölzen, Gemüse, Obst

 

Falscher Mehltau

  • Benötigt länger Nässe auf den Blättern und Wärme zur Infektion und Ausbreitung (seltener bei trockenem, heißem Wetter)
  • Myzel wächst IM Blatt, lässt sich NICHT abwischen
  • Nekrotische (braun-schwarze) Blattflecken werden von den Blattadern begrenzt
  • Grau-Blauer Sporenbelag bildet sich auf der Blattunterseite von Stauden und Gehölzen

 

Echter Mehltau gedeiht in warmen, trockenen Regionen. Er benötigt jedoch auch eine relativ hohe relative Luftfeuchtigkeit – wie sie warme Tage und kühlen Nächte im späten Frühling bis zum Frühsommer bieten. Nicht ausreichend Sonnenlicht, eine schlechte Luftzirkulation und ein geschützter Standort fördern Mehltau.

Obwohl selten tödlich, können Mehltau-Pilze doch ernsthafte Schäden anrichten, indem sie den Pflanzen Wasser und Nährstoffe entziehen. Die meisten Infektionen verursachen geringfügige Schäden wie gelbe, verwelkte oder verzerrte Blätter. Pflanzen können jedoch kümmern, weniger blühen und langsamer wachsen. 

 

Anfällige Pflanzenarten sind …

Rosen, Begonien, Sonnenblumen, Chrysanthemen, Dahlien, Phlox, Zinnien, Melonen, Zucchini, Blattsalat, Gurken, Kartoffeln, Petersilie, Kürbisse, Zucchini, Trauben, Tomaten

 

 

Echtem Mehltau vorbeugen

  • Dünnen Sie anfällige Arten aus, um den Luftstrom innerhalb der Pflanze zu verbessern.
  • Sorgen Sie für ausreichenden Abstand zwischen den Pflanzen ein und halten Sie sie weit genug von Wänden und Zäunen entfernt, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten und die relative Luftfeuchtigkeit zu verringern.
  • Verwenden Sie Pflanzen ihren Licht- und Standortansprüchen entsprechend.
  • Entfernen Sie krankes oder abgestorbenes Laub.
  • Desinfizieren Sie Scheren oder Geräte nach Gebrauch an infizierten Pflanzen (z. B. durch Tauchen in Spiritus oder hochprozentigen Alkohol).
  • Düngen Sie sparsam mit Stickstoff, um das Blattwachstum nicht übermäßig zu fördern. Überdüngte Pflanzen bilden nur dünne Zellwände, die Krankheiten und Schädlingen kaum Widerstand bieten.
  • Wählen Sie beim Einkauf Arten und Sorten, die eine höhere Resistenz gegen Mehltau aufweisen. Besonders bei Rosen und Gehölzen weisen die Züchter und Baumschulen meist auf derartige Sortenvorzüge hin.

 

Echten Mehltau bekämpfen

Zur Behandlung einer bestehenden Mehltau-Infektion gibt es viele Hausmittel. Beachten Sie, dass Sprühmischungen nur dort wirken, wo sie direkt mit dem Pilz in Kontakt kommen. Sie können die Benetzung eines Mittels verbessern, indem Sie dem fertig gemischten Pflanzenschutzmittel einen Spritzer Geschirrspülmittel beimengen. Besprühen Sie alle betroffenen Bereiche gründlich. Möglicherweise sind mehrere Anwendungen für eine vollständige Behandlung erforderlich Besprühen Sie drei bis vier Wochen lang einmal pro Woche und warten Sie dann, bis sich eine Wirkung abzeichnet. Bei Bedarf erneut anwenden.

 

Backpulverlösung

Mischen Sie für eine korrekte Anwendung des Hausmittels 1 Päckchen Backpulver mit etwa 20 ml Rapsöl und 2 l Wasser. Besprühen Sie die Ober- und Unterseite der Blätter und der befallenen Stellen tropfnass. Diese Methode kann sowohl vorbeugend als auch bekämpfend angewendet werden. 

 

Milchlösung

Mischen Sie 1 Teil Rohmilch oder Vollmilch (keine H-Milch) mit 8 Teilen Wasser, z. B. 100 ml Milch und 800 ml Wasser. Diese Methode hat sich insbesondere bei Zucchini, Melonen und Gurken bewährt. Es wird angenommen, dass natürlich vorkommende Verbindungen in der Milch nicht nur die Krankheit bekämpfen, sondern auch das Immunsystem der Pflanze stärken.

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